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Telefonanschlüsse in Deutschland

Im Rahmen eines Umzugs musste ich mich der Herausforderung stellen, mit meinem Telefonanschluss umzuziehen. Eigentlich sollte das in der heutigen Zeit etwas vollkommen normales sein, was für die Telefongesellschaften zum Alltagsgeschäft gehört. Leider musste ich feststellen, dass dem nicht so ist, sondern dass es Zeit und nerven kostet, wenn man in der heutigen Zeit umzieht und seine Telefonnummer (mitsamt des Internet-Anschlusses) gerne mitnehmen möchte.

Da so ein Umzug normalerweise nicht von jetzt auf gleich stattfindet, findet sich normalerweise genügend Zeit um alles im Vorfeld entsprechend vorzubereiten. So konnte ich also frühzeitig - bedeutet ca. 2 Monate zuvor - den Umzug bekannt geben und meinen Wunsche äußern, sowohl den Internet- als auch den Telefon-Anschluss mitnehmen zu wollen. Die direkte Aussage meines Anbieters zu meinem Wunsch lautete in etwas wie folgt: "Vielen Dank für Ihre Mitteilung. Wir werden die Umstellung gemäß Ihren Wünschen vornehmen. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn wir die Umstellung nicht zu dem von Ihnen gewünschten Termin vornehmen können". Das hört sich doch erst einmal sehr gut an.

Zwei Monate ziehen ins Land und der Umzug klappt wie geplant, da alle Beteiligten in der Lage sind, die Durchführbarkeit Ihrer Aufgaben und deren planmäßige Vollendung gut abzuschätzen. Am vereinbarten Tag der Umstellung des Telefonanschlusses warte ich auf den Techniker - ich habe mir dafür extra frei genommen. Doch zunächst wirft der Postbote seine Sendung ein - inklusive eines Briefes der Telefongesellschaft. Deren Inhalt mich gar nicht begeistert hat (sinngemäß): "Leider mussten wir feststellen, dass wir die Leistung an der neuen Örtlichkeit nicht erbringen können. Wir räumen Ihnen aber die Möglichkeit ein, sich gegen ein Entgelt aus dem Vertrag zu lösen". Schön, zum Glück das man 2 Monate gebraucht hat, um das festzustellen. Und was ist nun mit meinem Telefonanschluss?

Nun gut, meine Verlobte hat ja auch noch einen Vertrag und wollte Ihre Telefonnummer sowieso gerne übernehmen. Also fahren wir beide am gleichen Tag zu Anbieter Nr. 2: "Ja, bei denen gibt es ja oft Probleme. Aber WIR können die Leistung erbringen, kein Problem". Super, auch wenn es voraussichtlich noch 2 Wochen dauern wird, bis die Formalitäten erledigt sind. Nach knapp anderthalb Wochen flattert ein Brief von dem zweiten Anbieter ins Haus: "Leider können wir die Leistung nicht erbringen...". So ein Mist. Aber diesmal wird wenigstens ein Grund angegeben: "...weil der Port belegt ist...". Aha.

Nach einer telefonischen Rücksprache mit dem zweiten Anbieter, habe ich in Erfahrung gebracht, dass angeblich nur die Deutsche Telekom in der Lage ist den "Port frei zu geben". Ok, dann rufen wir doch mal da an. "Lieber Telekom Mitarbeiter, unser Port ist belegt, können Sie ihn frei schalten?". Tja, leider weiß die Deutsche Telekom nichts von einem Port und (sinngemäß) "Wenn Sie uns keinen Auftrag erteilen, können wir auch nichts für Sie tun. Wir können schließlich nichts dazu, dass ihr bisherigen Anbieter die Leistung nicht erbringen kann". Mmhhh, nun gibt es schon zwei Anbieter, die die Leistung nicht erbringen können, dies lässt jeden normal denkenden Menschen zu der Annahme kommen, dass die Deutsche Telekom hier eine Monopol-Stellung auslebt. Diese Vermutung habe ich auch gegenüber dem netten Telekom-Mitarbeiter geäußert, woraufhin er mich fragte: "Wer hat das behauptet?". "Nun ja.", sagte ich, "Das hat niemand behauptet, das ist meine ganz persönliche Schlussfolgerung.". Nein, das wäre ja gar nicht so, sagte er. Und ich dachte mir nur "Ich will doch nur einen *?@$$#* Telefonanschluss".

Ok, also wieder bei Anbieter Nr. 2 angerufen: "Die Deutsche Telekom rührt sich nicht und es gibt da keine Chance". "Dann bestellen Sie eine ganz normalen Telefonanschluss bei der Deutschen Telekom, dann muss es ja klappen". Alles klar, ein "ganz normaler" Telefonanschluss... Im Internet kann man den schon mal nicht bestellen, alles nur mit Mindestvertragslaufzeit. Dann probiert man es doch einfach ma im "T-Punkt": "Nein, so etwas bieten wir nicht an!". So langsam bekomme ich das Gefühl das ich nur verarscht werde... Wieder bei Anbieter Nr. 2 angerufen: "So etwas gibt es nicht! Ich war im Internet und im T-Punkt, da verkaufen die so etwas nicht!". Die kühle Antwort (sinngemäß): "Klar, die T-Punkt Mitarbeiter bekommen eine Provision für Verträge mit Mindestlaufzeit, deshalb sagen die, die hätten so etwas nicht. Rufen Sie doch mal direkt bei der Telekom an.". Alles klar, und oh Wunder, es gibt doch Verträge ohne Mindestlaufzeit. Die Bestellung des selbigen verlief relativ unspektakulär.

So, jetzt kann es ja nicht mehr lange dauern... Dachte ich mir, aber als ich nach ca. 2 Wochen immer noch nichts von der Deutschen Telekom gehört hatte, dachte ich mir ich frage mal lieber nach. Gesagt, getan (sinngemäß): "Ja, eine Auftragsbestätigung erhalten Sie erst,wenn wir geprüft haben, ob ein Anschluss möglich ist.". So so, na gut. Einige Tage später tat sich dann vor dem Haus ein Loch auf und es sah so aus, als wäre dort eine Telefonleitung freigelegt worden. Was soll das denn jetzt, hier gibt es bereits seit mehr als 30 JAHREN! einen funktionierenden Telefonanschluss! Wieso muss da ein Loch gebuddelt werden?.

Nach einer ca. einer weiteren Woche meldete sich dann ein Techniker. Gesprächsauszug (sinngemäß): "Wahrscheinlich ist das Kabel defekt...", "Ach so, na Hauptsache der Telefonanschluss wird bald mal gelegt", "Wie, haben Sie gar keinen Anschluss?", "Nein, deshalb wurde er ja beauftragt", "Ach so, na dann könnte es ja ausreichen den Port einfach frei zu schalten. Ich werde das mal prüfen."...

Einige Tage später war dann die Auftragsbestätigung im Briefkasten und diverse Wochen später war dann auch der Telefonanschluss verfügbar. Ohne nachzufragen bin ich der Meinung, dass es nicht notwendig gewesen wäre vor dem Haus ein Loch zu buddeln, aber gut. Fakt ist, ich musste 3 Monate darauf warten, dass mein Telefonanschluss von A nach B umgestellt wurde!

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