Die üblichen Geschichten bezüglich Verspätungen etc. sind von der deutschen Bahn ja bereits hinlänglich bekannt. Es gibt aber auch noch andere Erfahrungen, die in diesem Fall ich mit der deutschen Bahn gemacht habe und die ich nicht vorenthalten will.
Nachdem sich abgezeichnet hatte, dass (nicht nur) ich beruflich häufig unterwegs sein werde und das bevorzugte Transportmedium die Bahn sein sollte, entschloss mein Chef eine Bahncard für die Firma anzuschaffen. Während der ersten Überlegungen hatte man naiver Weise noch gedacht, dies sei kein Problem. Nach einem ersten Gespräch mit den Ansprechpartner bei der deutschen Bahn, wurde jedoch schnell klar, dass eine Firmenbahncard gar nicht angeboten wird. Nun ja, das war schade aber auf die ein oder andere Weise evtl. noch nachvollziehbar.
Nun gut, dann gibt es halt eine persönliche Bahncard, die von der Firma bezahlt wird. Als wir auch diesbezüglich eines besseren belehrt werden mussten, kamen wir dann doch so langsam in grübeln. Ich musste mir die Bahncard also tatsächlich persönlich kaufen, um mir die Kosten später von meiner Firma erstatten zu lassen. Da die Bahncard ein Foto enthält, kam ich nicht umhin mich zu einem Service-Center (zu der Zeit hat der Begriff "Service" in mir noch keine Reaktion ausgelöst) zu begeben, um die Bahncard in Auftrag zu geben. Ich hatte mich lediglich gefragt, ob es tatsächlich noch nicht möglich ist, mit der heutigen Technik Fotos digital zu übermitteln. Da ich mich in der Branche ein wenig auskenne, waren meine Ansprüche wahrscheinlich einfach zu hoch.
Nachdem ich dann endlich im Besitz der Bahncard war, dauerte es natürlich nicht lange, bis die erste Reise vor der Tür stand. Jetzt ging es darum eine Reise inklusive der Platzreservierungen zu buchen. Immerhin besitzt die deutsche Bahn eine Internetseite über die verschiedene Dienste angeboten werden und da das Reisen mit Zügen zum Kerngeschäft gehört, sollte eine Online-Buchung wohl kein Problem sein. War es auch nicht, aber es gab eine kleine Einschränkung, von der wir kurz darauf erfahren sollten: Eine Online-Buchung für einen Bahncard-Besitzer ist nur mir einer Kreditkarte möglich und die verwendete Kreditkarte muss dem Bahncard-Besitzer gehören. Leider besaß ich keine Kreditkarte und wir mussten uns eine andere Möglichkeit überlegen. Schließlich hatte ich keine Lust für jede Buchung zu einem Service-Center fahren zu müssen. Nachdem unsere Geschäftsstelle ein wenig recherchiert hatte, kamen wir zu der Lösung die uns in Zukunft dauerhaft begleiten sollte: Eine telefonische Buchung, basierend auf der Kreditkarte einer anderen Person, wobei die Fahrkarte dann, mit Hilfe einer Bestellnummer, von einem Fahrkarten-Automaten ausgedruckt wird. Von nun an, hat also unsere Geschäftsstelle meine Reisen telefonisch gebucht. Das dieses Verfahren fehleranfällig ist, kann man sich evtl. denken und es sollte auch nicht lange dauern, bis es einen ersten Zwischenfall gab.
Bei der telefonischen Buchung muss man angeben, dass die Buchung für einen Bahncard-Besitzer ist, damit der gewährte Rabatt auch gegeben wird. Da unsere Geschäftsstelle die Buchungen mittlerweile sehr routiniert durchführte, bin ich davon überzeugt, dass sie diese Angaben auch immer gemacht hat. Trotzdem ist es passiert, dass bei einer Buchung der Rabatt nicht gegeben wurde (wahrscheinlich weil der/die SachbearbeiterIn der Bahn es nicht verstanden oder vergessen hat). Mir ist das beim ziehen der Fahrkarte nicht aufgefallen, denn die Preise für die Fahrkarte bezahle nicht ich, sondern mein Arbeitgeber. Bei der nach der Reise durchzuführenden Reisekostenabrechnung, sind die falsch berechneten Kosten dann aufgefallen. Ein Anruf bei der deutschen Bahn sollte die Sache klären und die Aussage der deutschen Bahn ist in diesem Fall beachtlich: Es wäre meine Pflicht gewesen, die zu hohen Kosten, die auf der Fahrkarte ausgewiesen waren, umgehend beim Zugbegleiter zu reklamieren und mir eine schriftliche Bestätigung von ihm geben zu lassen. Schliesslich könne im nachhinein niemand nachweisen, dass ich derjenige war, der die Fahrkarten benutzt hat und nicht jemand anderes. Des weiteren sei es nicht möglich die Reklamation über unsere Geschäftsstelle durchzuführen. Vielmehr muss dies durch den Inhaber der Bahncard schriftlich erfolgen. Ich musste also einen Brief an die deutsche Bahn schreiben, in dem ich um Erstattung der Kosten gebeten habe. Die Antwort erfolgte natürlich nicht prompt, sondern ließ einige Zeit auf sich warten. Ich möchte an dieser Stelle keine Stellen aus dem Antwortschreiben zitieren, da es für die deutsche Bahn zu peinlich wäre. Neben der Kernaussage des Schreibens sind auch die Formulierungen in dem Schreiben nicht salonfähig. Dort habe ich zu lesen bekommen, dass ich aufgrund meiner Unfähigkeit ja selber Schuld wäre und die deutsche Bahn mir Ausnahmsweise eine Gutschrift über den Differenzbetrag ausstellt. Die Gutschrift kann dann bei der Buchung der nächsten Reise (soll ich überhaupt jemals wieder mit der Bahn fahren?) verwendet werden. Bisher dachte ich immer das die Verwendung einer Gutschein-Nummer mittlerweile gebrächlich ist - aber nicht bei der Bahn. Die Gutschrift kann nur persönlich vorgelegt werden. Für mich bedeutet das, dass ich die nächste Reise in einem Service-Center vor Ort buchen musste, um den Gutschein einlösen zu können. Mein bereits bestehendes Bild der unfreundlichen Mitarbeiter im Service-Center hat sich dabei wieder einmal bestätigt.
Fortsetzung folgt (wahrscheinlich)...
Schon ein grausames Sylvester vor Augen, kam die Clique nach dem aufopferungsvollen Einsatz von Nadja doch noch zu einem gelungenem Sylvester 2000. Wir zogen mit stattlichen dreißig Personen von dannen und machten uns auf, eine idyllische Insel Hollands unsicher zu machen. Genau genommen verschlug es uns in den Bungalowpark Dennenoord auf Texel . Der erste Trupp, mit einem Volumen von acht Automobilen, erreichte nach einer gelungenen Karavanen-Fahrt und etwa 3 Zwischenstopps pünktlich die Fähre in Den Helder. Der letzt Zwischenstopp diente der Beschaffung überlebenswichtiger Genussmittel, die während des Aufenthaltes verzehrt werden sollten. Eine Übersicht über die verschiedenen Lebensmittelgattungen würde an dieser Stelle zu weit führen.
Die weiteren vier motorisierten Einheiten des Konvoys trafen nach und nach ein, wobei die letzte Einheit beinahe auf militante Art und Weise nicht hätte an unserem Grossprojekt teilnehmen können. Ob dies durch diverse Beziehungen zu dem militärischen Oberkommando (durch einige unserer bereits ehrenhaft entlassenen Kammeraden) möglich wurde, konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Wir haben die uns dadurch zuteil gewordene Ehre durch den Verzehr einiger zusätzlicher Genussmittel gewürdigt.
Bereits der erste Abend im "Camp Tune Down" war sehr vielversprechend und sehr erfolgreich. Wir waren an diesem Abend in der Lage, in etwa 1000 Liter zum Teil äußerst gefährlicher Flüssigkeit konsequent zu vernichten. Die Konsistenz dieser Flüssigkeit darf an dieser Stelle natürlich nicht öffentlich gemacht werden. Wir konnten ebenfalls die durch die fehlenden Kameraden (Sabrina 20, Witte 100 - im Kreise des Camps genannt "Wichse Witte" oder "Witte Engel", Oli 400, , Eickemeier 30, Nöldemann 50) zu vernichtenden Geläufigkeiten - in den angegebenen Mengen - neutralisieren. Die ursprünglich durch den Kameraden Bahrich zu eliminierenden Kapazitäten (600 Liter/pro Stunde sowie 2 "Köpfken"/Minute) blieben für uns jedoch unerreicht.
Am zweiten Tag wurde vom Oberkommando eine Ortserkundung mit hauptsächlichem Augenmerk auf die Festung (holländisch "Den Burg") angeordnet. Wir beschlossen eine getarnte Infiltration der Bevökerung. Diese Maßnahme wurde durch den Kauf von mehreren Fischprodukten und derem gleichzeitigen Verzehr in windschiefer Haltung durchgeführt. Die unter den Holländern üblichen Kopfbedeckungen wurden dabei natürlich nicht vergessen. Bedauerlicher Weise konnte einem der Kameraden die Kopfbedeckung nicht mehr entfernt werden, so dass dieser mit ihr bis zum Ende des Aufenthaltes leben musste. Wir konnten an diesem Tag das Niveau der zu vernichtenden Flüssigkeiten halten und das "Köpfken rauchen" wurde zu einem der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in unserem Quartier - gefördert von der Wohneinheit 98.
Nachdem wir am zweiten Tag bereits eine städtische Ortserkundung durchgeführt hatten, sollte am dritten Tag eine Erkundung diverser Küstenabschnitte stattfinden. Wir konzentrierten uns dabei auf den nördlichen Teil der Insel, da sich dort ein markantes Zielobjekt mit tückischen Fallen befindet. Ungehorsamer Weise spalteten sich dabei zwei unserer Kameraden von der Kompanie ab, um auf eigene Faust Erkundungen durchzuführen. Diese Maßnahme wurde durch zusätzliche Aufräumarbeiten geahndet.
Bei der Erkundung waren wir in der Lage eine neue Lebensform zu entdecken, die durch gegnerische Genmanipulation ins Leben gerufen wurde : das Hanghuhn. Diese Spezies wird an Hängen mit einem mehr oder minder starken Gefälle eingesetzt (da in Holland derartige Bodenbeschaffenheiten nicht bekannt sind), was durch ein langes und ein kurzes Bein erreicht wird. Weiterhin handelt es sich um eine Abart des Haushuhns mit entscheidenden Vorteilen bei der Kriegsführung in Bezug auf den Einsatzort (wie wir durch simples Kombinieren herausfinden konnten) : es kann sich nur in eine Richtung fortbewegen und ist daher sehr zielstrebig und es ist - angesichts seitlicher Angriffe - sehr standhaft. Derzeit gibt es von der Art vier Gattungen, die sich nach den vier Himmelsrichtungen unterscheiden : Nord-, Süd-, Ost- und Westhanghühner. Weitere Untersuchungen werden folgen.
Ein Spähtrupp an forderster Front wurde während der Küstenerkundung in eine Falle gelockt, konnte sich jedoch reaktionsschnell und konsequent aus der misslichen Lage selbst befreien. Ein qualvoller, stundenlanger Marsch durch das bis zu minus vier Grad kalte Wattmeer diente den abgehärteten Kameraden als Fluchtweg, den der Feind ausser Acht gelassen hatte, da er mit einer derart selbstmörderischen Operation nicht gerechnet hatte.
Am Abend dieses bereits sehr ereignisreichen Tages sollte das Bergfest des Batalions stattfinden, auf dem alle Rekorde bezüglich der Vernichtung giftiger Chemikalien und dem übermässigen Konsum der beschafften Genussmittel gebrochen werden sollten und auch gebrochen wurden. An dieser Stelle sei vor allem der Dank an Kamerad Jenny ausgesprochen, welcher den Tagesrekord des Batalions an diesem Abend aufgestellt hat.
Durch das Aussprechen einer Einladung zu unserem Bergfest gegenüber dem Feind waren wir in der Lage, wichtige Information über den Feind zu beschaffen und andererseits selbigem eine missliche Lage unsererseits vorzutäuschen. Der Abend wurde dann durch die Rekrutierung einiger neuerer Kameraden abgerundet, welche sich in dem lokalen Gebiet des Feindes bereits gut auskennen.